29.März 2020, 11:00 Uhr

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29.März 2020, 11:00 Uhr

Das DEBUT UM 11 präsentiert am 29. März um 11 Uhr im Ruhrfestspielhaus zwei 24jährige Interpreten, die bereits erste große Schritte in das berufliche Konzertleben gemacht haben.

Der Kölner Bariton Konstantin Paganetti (Foto) entstammt der Schule des berühmten Tenors Christoph Prégardien. Er hat bereits international konzertiert und u. a. durch Gesamtaufführungen der Winterreise von Franz Schubert Aufsehen erregt. Auch in Recklinghausen begnnt er seine Vortragsfolge mit einer Liedauswahl von Schubert, darunter das bekannte Frühlingslied „Die linden Lüfte sind erwacht“ nach Uhland. Mit Liedern von Felix Mendelssohn geht das Programm weiter und gipfelt in Beethovens berühmtem „Flohlied“ nach Goethe. Der Cellist Paul Böhme (Foto) wurde vor allem von Gotthard Popp in Düsseldorf sowie von Wolfgang Emanuel Schmidt in Berlin ausgebildet. Bereits 2013 gewann er den 1. Bundespreis bei „Jugend musiziert“. Bei seinem Recklinghäuser Début spielt er die ausdrucksintensive Cellosonate des Russen Alfred Schnittke aus dem Jahre 1978 sowie ein typisch romantisches Virtuosenstück namens „Encore“ aus der Feder des 1974 geborenen französischen Pianisten Jérôme Ducros. Wie gewohnt, begleitet Rainer Maria Klaas die beiden Solisten am Klavier und führt auch als Moderator durchs Programm.

Interpreten

Konstantin Paganetti (Bariton)
1996 in Neuwied am Rhein geboren, erhielt schon früh Unterricht in Violoncello, Klavier und Gesang. Nach dem Abitur begann er sein Gesangstudium bei Prof. Christoph Prégardien in Köln. Er ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und gewann 2017 zusammen mit dem Pianisten Henrik Schöll-Naderer den 1. Preis des Liedwettbewerbes der Kölner Musikhochschule. 2015 wurde ihm der Akademiepreis der 3. Internationalen Sächsischen Sängerakademie verliehen. 2019 gewann er mit Anastasia Grishutina den Förderpreis des Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerbs DAS LIED in Berlin. Eine rege Konzerttätigkeit mit Liederabenden und oratorischen Werken führt ihn regelmäßig in die musikalischen Zentren Deutschlands, in das europäische Ausland sowie nach Israel. Musikalische Höhepunkte waren dabei bislang mehrfache Aufführungen von Schuberts Winterreise, 2018 ein Liederabend zusammen mit Christoph Prégardien im Bonner Beethoven-Haus und 2019 die Johannespassion von Bach im Speyerer Dom. Konstantin Paganettis besondere Leidenschaft gilt historischen wie modernen Tasteninstrumenten und dem Geist der historischen Aufführungspraxis. In seiner Freizeit spielt er gerne Barockcello, Kontrabass, Gambe, Cembalo und Hammerflügel.

Franz Schubert 1797-1828 Vier Lieder: Frühlingsglaube „Die linden Lüfte sind erwacht“ (Uhland) D. 686 (1822) Fischerweise „Den Fischer fechten Sorgen“ (Schlechta) D. 881 (1826) Die Forelle „In einem Bächlein helle“ (Schubart) D. 550 (1820) Sehnsucht „Ach, aus dieses Tales Gründen“ (Schiller) D. 636 (1821)

Felix Mendelssohn 1809-1847 Drei Lieder: „Da lieg ich unter den Bäumen“ (Anonymus) op. 84.1 (1831) Im Herbst „Ach wie schnell die Tage fliehen (Klingemann) op. 9.5 (1830) Reiselied „Der Herbstwind rüttelt die Bäume“ (Heine) op. 34.6 (1837)

Ludwig van Beethoven 1770-1827 Aus Goethes Faust „Es war einmal ein König“ (Flohlied) op. 75.3 (1809)

Paul Böhme (Cello)
1996 geboren, erhielt zum zweiten Geburtstag von seinem Onkel eine zum Cello umgebaute Bratsche. Dieses interessante Instrument begeisterte ihn sofort. Vierjährig tauschte er das Bratschencello gegen ein 1/16-Cello und erhielt seinen ersten Unterricht im Rahmen der Cellodidaktik an der Musikhochschule in Dortmund bei Mechthild van der Linde. Mit fünf Jahren wechselte er in die Celloklasse von Barbara Engelhardt an die Musikschule Dortmund. Sie sorgte dafür, dass er kein Jahr ohne Jugend-musiziert-Teilnahme blieb. Im Laufe der Zeit sammelte er viele 1. Preise und Sonderpreise z.B. für Neue Musik oder wie 2013 den Sparkassen-Preis für den besten Cellisten im Landeswettbewerb NRW. In gleichen Jahr gewann er auch den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert mit 25 Punkten. Der internationale Dotzauer-Wettbewerb im Oktober 2013 bescherte ihm einen 1. Preis und den Preis für die beste Interpretation des Pflichtstücks von Dotzauer. Im November 2013 trat er beim Abschlusskonzert der Celloakademie Rutesheim mit dem Stuttgarter Kammerorchester auf. Die spannendsten Projekte von 2014 waren die Teilnahme an einem Projekt des Studios Musikfabrik und die Konzerte des Marler Debüt mit den Bergischen Symphonikern (Haydns C-Dur-Konzert). 2012 wurde er Jungstudent bei Prof. Gotthard Popp an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf, wo er auch 2014 sein Studium aufnahm. Weitere Anregungen erhielt er durch Kurse u. a. bei Ramon Jaffé, Troels Svane und Wolfgang Emanuel Schmidt.

Alfred Schnittke 1934-1998 Sonate für Violoncello und Klavier (1978) Largo • Presto • Largo

Jérôme Ducros *1974 Encore für Violoncello und Klavier (2000)

Klavierparts: R. M. Klaas

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.
Die Konzertreihe DEBUT UM 11 wird von Spenden getragen. Als gemeinnützig anerkannter Verein stellen wir Spendenbestätigungen zu Beginn des Folgejahres aus. Das Honorar, das die jungen Interpretinnen und Interpreten aus diesen Spenden erhalten ist als Ansporn und zur Unterstützung von Studium und Arbeit gedacht.

Bankverbindung:
Volksbank Marl-Recklinghausen
IBAN DE29 4266 1008 5106 3781 00
BIC GENODEM1MRL